Breite Allianz kämpft mit Petition gegen Absturz von EVP-Vorstoss für höhere Familienzulagen

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Breite Allianz kämpft mit Petition gegen Absturz von EVP-Vorstoss für höhere Familienzulagen

Eine breite Allianz aus politischen Parteien, angeführt von der EVP, Familienorganisationen sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren ruft zur Unterstützung einer Petition für höhere Familienzulagen auf. Ziel ist es, den drohenden Absturz eines parlamentarischen Vorstosses von EVP-Nationalrat Marc Jost zu verhindern. Der Nationalrat entscheidet bereits am 19. Juni über die Zukunft der Vorlage.

Familien stehen in der Schweiz zunehmend unter finanziellem Druck. Steigende Krankenkassenprämien, höhere Wohnkosten und die anhaltende Teuerung belasten insbesondere Haushalte mit Kindern. Das Familienbarometer 2026 zeigt deutlich: Geldsorgen prägen den Familienalltag vieler Menschen. Immer häufiger entscheiden sich Paare aus finanziellen Gründen gegen weitere Kinder oder verzichten ganz auf eine Familiengründung.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, reichte EVP-Nationalrat Marc Jost bereits 2023 eine parlamentarische Initiative ein. Diese fordert eine Erhöhung der gesetzlichen Mindestansätze bei den Familienzulagen auf mindestens 250 Franken für Kinderzulagen und 300 Franken für Ausbildungszulagen pro Monat. Die minimale Teuerungsanpassung des Bundesrates auf 215 resp. 268 Franken ist angesichts der realen Belastungen für Familien schlicht ungenügend.
 

Kommission macht Kehrtwende

Nachdem sowohl die zuständigen Kommissionen des National- als auch des Ständerates die Initiative zunächst unterstützt hatten, droht das Anliegen nun überraschend zu scheitern. Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) beantragt die Ablehnung der Vorlage. Der Entscheid fiel äusserst knapp mit 12 zu 12 Stimmen und kam nur dank des Stichentscheids der Kommissionspräsidentin zustande.
 

«Familien leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Gleichzeitig geraten sie finanziell immer stärker unter Druck. Es ist deshalb dringend notwendig, die Familienzulagen endlich an die Realität anzupassen.»

Marc Jost, Nationalrat EVP BE


Petition breit abgestützt

EVP-Nationalrat Marc Jost lanciert deshalb heute eine Petition, um dem Anliegen zusätzlich Gewicht zu verleihen. Besonders bemerkenswert ist die breite Unterstützung. Hinter der Petition steht eine breite Allianz aus politischen Parteien und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Sie alle eint die Überzeugung, dass die Politik Familien stärker entlasten und deren Leistungen für die Gesellschaft mehr würdigen muss.

Die Allianz, angeführt von der EVP, appelliert deshalb an den Nationalrat, die Vorlage nicht zu versenken, sondern den Weg für eine längst fällige Erhöhung der Familienzulagen freizumachen. Gleichzeitig ruft sie die Bevölkerung dazu auf, die Petition zu unterzeichnen und in ihrem Umfeld weiterzuverbreiten.

Da die Abstimmung im Nationalrat bereits am Freitag, 19. Juni 2026, stattfindet, bleibt nur wenig Zeit. Jede Unterschrift stärkt das Signal an das Parlament: Die Bevölkerung steht hinter den Familien und erwartet konkrete Massnahmen gegen die zunehmende finanzielle Belastung.

 

Link zur Petition