Wetzikon kämpft weiterhin gegen Dignitas
Die Gemeinde Wetzikon gelangt an das Bundesgericht. Dieses soll entscheiden, ob Dignitas in einem Wohngebiet nahe einer Schule und eines Kindergartens ein Wohnhaus zur Freitodbegleitung nutzen darf.
Die EVP nimmt diesen Schritt des Gemeinderates Wetzikon mit Genugtuung und Erleichterung zur Kenntnis und dankt ihm für seinen Entscheid. Die EVP hat sich nämlich von allem Anfang an vehement gegen ein Dignitas-Freitodhaus in Wetzikon gewehrt. So hat sie die Petition der Anwohner und der Kirchen gegen Dignitas tatkräftig unterstützt und dafür auch auf der Strasse Unterschriften gesammelt. Zudem bot sie mit einer öffentlichen Veranstaltung den Interessierten die Möglichkeit, sich zu informieren und auszusprechen. Dabei wurden - wie schon bei der Unterschriftensammlung - die grossen Vorbehalte und Befürchtungen in der Bevölkerung deutlich : Dignitas ist in Wetzikon unerwünscht. Und es wird auch nicht verstanden, dass Ludwig Minelli den offenbar für Dignitas einträglichen Sterbetourismus für überwiegend ausländische Sterbewillige gegen alle Widerstände in einem Wetziker Wohnquartier erstreiten will.
Die EVP erinnert daran, dass Kantonsrat Gerhard Fischer (Bäretswil) und Nationalrat Ruedi Aeschbacher sich seit bereits fünf Jahren mit zahlreichen Vorstössen im Kantonsrat und im Nationalrat gegen den unwürdigen Sterbetourismus von Dignitas und deren Geschäft mit dem Tod wehren und entsprechende gesetzliche Schranken fordern. Ihre Beharrlichkeit zeigt nun endlich erste Erfolge: Derzeit läuft eine Vernehmlassung des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements, welche Auftakt ist zu einer – hoffentlich baldigen – Gesetzesänderung. Die EVP erwartet, dass diese restriktiv ausfallen und dem Geschäft mit dem Tod endlich ein Ende bereiten wird.
EVP des Bezirks Hinwil




